Prof. Dr. Alfred Manes
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Professor Dr. Alfred Manes, die
überragende Persönlichkeit der deutschen Versicherungswissenschaft im
ersten Drittel des 20. Jahrhunderts, übernahm im Jahre 1906 im Alter
von erst 29 Jahren den Posten des Direktors des Versicherungs-Seminars
nach der Eröffnung der Handelshochschule Berlin, der
Vorgängereinrichtung der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der
Humboldt-Universität. Der am 27. September 1877 geborene Wissenschaftler hatte das Studium der Rechts- und Staatswissenschaften absolviert, das Diplom zum Versicherungssachverständigen erworben, in Recht und Philosophie promoviert und 1906 den Professorentitel durch den preußischen Kulturminister verliehen bekommen. Auch prägte er den 1899 gegründeten Deutschen Verein für Versicherungswissenschaft als Generalsekretär und Vorstand von 1902 bis 1935. Manes trug wesentlich zum Aufbau, zur Organisation und Entwicklung der Versicherungswissenschaft in Deutschland und darüber hinaus bei. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten verlor er aufgrund seiner jüdischen Herkunft sein Professorenamt und kehrte 1935 Deutschland den Rücken. Er lehrte in der Folgezeit in den USA, der Schweiz, in Kuba, Chile, Brasilien und Argentinien und verstarb 1963 in Chicago. New York
Times Feb. 16, 1935 |
